Am Donnerstag, 29 Mai 2008 öffnete der Himmel gegen 10 Uhr seine Schleusen und ein Unwetter, noch nie dagewesenen Ausmaßes, traf das Jülicher Land.
Schlagartig wurde es dunkel wie die Nacht. Keller liefen voll, Straßen wurden von Bäumen und Schlamm blockiert und Strom fiel aus.
Um 10:39 Uhr alarmierte die Feuerwehr Jülich das Technische Hilfswerk und bat um Unterstützung bei der Bewältigung der Katastrophe. Schnell wurde klar, dass das Unwetter enorme Schäden im gesamten Stadtgebiet verursacht hat. Betroffen waren neben der Stadt Jülich auch Kirchberg und Bourheim. Besonders hart getroffen hat es allerdings die Broicher Anwohner. Hier stand der Schlamm bis zu 70 cm hoch in den Straßen. Zahllose Keller liefen voll und viele Straßen wurden vom Schlamm verschluckt. Das Technische Hilfswerk unterstützte die Feuerwehr bei den Pumparbeiten in Kirchberg, Bourheim, Broich und der City. Auch ein Altenheim musste mit Strom versorgt werden, um die Atemschutzüberwachung sicher zu stellen. Zur Verstärkung wurde weiterhin der Ortsverband Alsdorf alarmiert, der mit seinen Industrietauchpumpen anrückte, die eine Leistung von 5000 l pro Minute aufweisen. Die Pumpen wurden in Bourheim eingesetzt und mit Strom von dem 50 kVA SEA aus Jülich und dem 50 kVA NEA aus Alsdorf versorgt. Desweiteren wurden die Fachgruppen Räumen aus Eschweiler und Nörvenich alarmiert, die mit ihren Radladern und Kippern die Straßen in Bourheim und Broich vom Schlamm befreiten. Bis 1 Uhr in der Nacht waren die Helfer von Technischem Hilfswerk und Feuerwehr im Einsatz.
Artikel der Jülicher Zeitung





